9 Stunden an der Pinne

Heute habe ich um 6 Uhr 30 die Leinen losgeworfen, bin unter Maschine, nachdem ich gelenzt habe, ( mein Wassertank leckt) die lange Hafeneinfahrt von Heiligenhafen ausgelaufen. Im Osten war ein glutroter Sonnenaufgang zu sehen, leider nicht lange. Im Sund angekommen setzte ich mein Dschunkensegel und steuerte gen Westen, der Wind, der mir auf der Hinfahrt zu schaffen machte, nun kam er von achtern, schob mich mit 4-5 Kn. Richtung Kiel Leuchtturm. Querab im Sperrgebiet von Todendorf blitzte ab und zu das Mündungsfeuer,es fanden Schießübungen von Land auf See statt. Seit geraumer Zeit lässt sich meine Ruderpinne immer schwerer bewegen, so daß ich heute auf meine Windsteueranlage verzichtete da ich zum Teil mit beiden Händen Ruder legen mußte. Die Wellen kamen meist von der Seite, der Regen kam von vorn, der Wind von achtern und ich ganz allein auf weiter See was gibs schöneres. Als ich gegen 15Uhr 30 in Laboe festmachte, hörte es kurz mit regnen auf, meine Oberarme haben an Umfang zugenommen“ vom steuern“ aber ich war glücklich und zufrieden,mit einem tollen kleinen Boot wieder einen Tag auf See verbracht zu haben. Morgen gehts den Kanal abwärts, nach Rendsburg.